Mentales Training  im Sport

 

Aus sportpsychologischer Sicht wissen wir, dass ein Grossteil des sportlichen Erfolges von mentalen Faktoren beeinflusst wird. Was in Ihrem Kopf vorgeht, das spiegelt Ihr Körper wider. Die Erforschung der inneren Grundhaltung eines Sportlers ist deshalb Voraussetzung für eine erfolgreiche Steuerung der idealen Leistungsverfassung sowie die Fähigkeit, selbst unter enormer Stresseinwirkung ein guter Sportler oder eine gute Mannschaft zu sein.

Eine fundierte sportpsychologische Beratung könnte man als ein Optimierungstraining bezeichnen, dessen Ziel es ist, die optimale Ausführung bereits erlernter Handlungen durch die gezielte mentale Vorbereitung zu unterstützen sowie neue Handlungen leichter und schneller zu erlernen. In bedeutsamen Situationen, in denen störende Gedanken auftreten und so die Ausführung der Handlung blockieren könnten, sind die mentalen Prozesse enorm wichtig. 

Diese werden im Rahmen einer sportpsychologischen Beratung zunächst bewusst gemacht und somit beeinflussbar bzw. kontrollierbar. Mentales Training sowie weitere sportpsychologische Techniken gehören daher mittlerweile in jedes fundierte Trainingskonzept eines erfolgreichen Sportlers.

Am wirksamsten hat sich hier die Kombination von praktischem und mentalem Training erwiesen. Das mentale Training bietet beispielsweise die Möglichkeit,  Handlungsabläufe auf visueller und kinästhetischer Ebene zu verbessern oder Spielabläufe präzise zu durchdenken oder innerlich zu erleben. Sportpsychologische Techniken sind jedoch ebenfalls von Bedeutung bei Fragen der Stressregulation sowie zur langfristigen Erhaltung einer positiven Stresstoleranz.

Hier ergibt sich eine Brücke vom Leistungssport in den beruflichen oder privaten Alltag, denn auch in diesen Bereichen werden oft über lange Distanzen „Höchstleistungen“ von uns gefordert. Bereits der griechische Philosoph Epikur (50 – 138 n.Chr.) wies auf die Problematik hin: „Es sind nicht die Dinge selbst, die uns bewegen, sondern unsere Ansichten von ihnen.“

 Diese Ansichten oder oft unbewussten Grundannahmen sind es, die eine Handlungsalternative blockieren, obwohl wir eigentlich in der Lage wären, sie korrekt und erfolgreich auszuführen.

 

 

Dipl.-Psych.
Martina Gartner
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